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Tagesausflüge in die
Umgebung von Kemer
Für 14 Tage im Juli war unser 10
jähriger Enkel zu Besuch. Was unternimmt man im Hochsommer mit
Kindern, wenn man nicht nur im Hotel und am Strand bleiben will?
Hier einige Vorschläge, die auch ihm sehr gefallen haben:
1. Das Seldschukische Jagdhaus
in Kemer:
Zu erreichen zu Fuß oder mit dem
Dolmus in der Nähe der Kreuzung Kemer 1. Von dort etwa 100 m
entlang der Hauptstraße D-400 in Richtung Süden bis zu den
Gebäuden der Jandarma. Neben den Wohngebäuden verläuft rechts ein
Wasserkanal, jetzt leider eingezäunt und man muss sich außerhalb des
Zaunes entlang hangeln und dann noch knapp 50 m weiter in
den Wald gehen. Schon steht man vor der sehr gut erhaltenen Ruine aus dem 13.
Jahrhundert. Getränke mitnehmen - hier gibt es (noch) keinen
Kiosk. Mehr zum Seldschukischen Jagdhaus
2. Ein Besuch im Hafen und
eine Bootstour
Nach einem Spaziergang durch die
Einkaufstraßen von Kemer kann man den Hafen besuchen und hier
direkt bei Kaptan Arif auf seinem kleinen Ausflugsboot eine
Tagestour buchen. Das garantiert eine individuelle Betreuung und keinen
"Disco-Shuttle" mit "Brüllmusik"! Die Tour führt an Phaselis vorbei bis zu
den sogenannten "Drei Inseln". Zwischendurch gibt es immer
wieder Badepausen. Unserem Jungen hat die Tour prima gefallen.
Joe hat diese
Bootstour bereits im letzten
Sommer einmal gemacht und ausführlich beschrieben.
3. Dämme bauen und planschen in
der Schlucht
Mit einem Mietwagen (Jeep nicht
notwendig) und einem gut gepackten Picknickkorb fährt man in
Richtung
Schlucht hinter unserem Dorf Kuzdere und gelangt so in den "Kezme Bogazi"
Nationalpark. Vom
Zentrum Kemers (Meydan, Uhrenturm) nimmt man die große Straße in
Richtung Berge. Bei Kemer 2 (Werkstätten) kreuzt man die D-400
und fährt etwa 3 km weiter durch den Ort Aslanbucak. Hinter der Brücke
über den im Sommer trockenen Agva Fluss orientiert man
sich rechts auf die Straße in die
Berge. Mehrere Fotostopps einplanen! Schließlich gelangt man
nach weiteren 3 km an eine alte Brücke, die meist an den vielen
geparkten Jeeps und Quads zu erkennen ist. Aussteigen und anschauen,
dann aber die Asphaltstraße noch ca. 250 m weiter fahren und
sich einen schattigen Parkplatz suchen (nicht über die
Betonbrücke fahren, sondern geradeaus unter einen Baum). Bade-
und Picknicksachen mitnehmen und sich ein passendes Plätzchen am
Bach suchen. Etwas weiter flussaufwärts kann man im
gestauten Bachbett sogar baden. Die Wassertemperatur beträgt so um 18 Grad,
herrlich erfrischend bei fast 40 Grad im Schatten.
4. Einkaufen auf einem Markt
Wenn wir mal keinen Ausflug
gemacht haben oder baden gefahren sind, ging es shoppen.
Die Sandalen Anprobe neben dem Gemüse auf dem Markt von Kemer (immer
montags) oder die Jagd nach einem Fußballer-Trikot auf dem
Textilmarkt in Göynük (immer freitags) geraten da schon zum
Abenteuer, jedenfalls beim Aushandeln einigermaßen angemessener
Preise... Mehr zu den Märkten
hier.
5. Tagesausflug nach Adrasan
Die Bucht von Adrasan ist bis
in den Mai hinein ein fast menschenleeres Fleckchen an der
malerischen Küste südlich von Kemer. Hier gibt es keine großen
Hotels und der Strand ist für alle zugänglich. So
tummeln sich hier von Juli bis September zahlreiche einheimische
und ausländische Badegäste und genießen einen
feinen Sandstrand. Dieser ist besonders Familien mit kleinen
Kindern zu empfehlen, da er sanft abfällt.
Mit dem Mietwagen fährt man die Fernstraße D-400 etwa 30
km nach Süden in Richtung Kumluca und biegt dann an der zweiten
(!)
Abfahrt nach Olimpos und Cavusköy (Adrasan) ab. Die Straße
schlängelt sich in vielen Kurven durch ein wildes Vorgebirge bergab in Richtung Küste. An
den Abzweigungen hat man sich immer links zu halten. Nach weiteren 10 km
gelangt
man in die Kleinstadt Cavusköy. Hier auch wieder scharf nach
links abbiegen. Es sind extra Pfeile auf die Straße
gemalt, die den Weg in Richtung Strand weisen. Mehr zu Adrasan
hier.
6. Forellenessen in Ulupinar
Wenn man nicht in einem der
zahlreichen kleinen Restaurants am Strand von Adrasan essen gehen will,
macht man auf dem Rückweg einen Abstecher nach Ulupinar, zum
Forellenessen. Man fährt dazu zurück bis auf die Hauptstraße
D-400 und biegt dann schon nach etwa 1 km rechts ab in Richtung Ulupinar
(schlecht ausgeschildert). Die ersten Forellenrestaurants kann man rechts und
links liegen lassen, der "Insider-Tipp" ist das "Havuz Basi"
Restaurant (Sprich Hawus-Basche), das heißt soviel wie am Kopf der
Wasserbecken. Man schaut halt von oben in die Forellenbecken hinein. Hinter
einer Serpentine folgt man rechts dem Abzweig nach Cirali
(Wanderweg) und nach einer weiteren scharfen Kurve geht es
wieder rechts herunter zum Original "Havuz Basi" Restaurant. Nicht
aus Versehen geradeaus weiter zum "Havuz Basi 2 Selale"
Restaurant fahren. Dort sitzt man zwar schön und kühl, aber
Bedienung und Preise sind nicht empfehlenswert. Wir mussten dort
lange warten, bekamen unsere Getränke erst nach mehrfacher
Nachfrage, dann eine Speisekarte ohne Preisangaben
(Ausländerpreise???) und schließlich hat man noch versucht, uns
für die Getränke überhöhte Euro Preise abzunehmen (7 statt 5
Euro für 1 Bier, 1 Cola und 1 Sprite). Essen haben wir dann gar
nicht mehr bestellt, sondern sind lieber wieder zurück zu dem uns
bekannten Havuz Basi-Restaurant gefahren. Dort hatten wir in
Null-Komma-Nichts Fladenbrot, Salat, Butter, Käse und
verschiedene Vorspeisen auf dem Tisch und die bestellten
Forellen im Steintopf gebacken (Kiremite Balik) waren einfach
super lecker. Eine Forelle kostet hier zwar auch 6 YTL, aber
Brot, Salat und Käse sind in dem Preis schon inbegriffen. Mehr
zu Ulupinar hier.
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