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Obwohl
der Ort Beldibi eigentlich vollständig dem Massentourismus
anheim gefallen ist, gibt es doch noch einige versteckte
idyllische Oasen und sogar leere Strände mitten in der
Hochsaison. Man muss nur ein paar hundert Meter weggehen von den
großen Hotels, die am Strand aufgereiht sind und sich
gegenseitig durch Pomp und Pracht zu übertrumpfen suchen.
Schon
die Steinzeitmenschen wussten, dass Beldibi ein besonderer Ort
ist, an dem es sich gut leben lässt. In den steilen Berghängen
gab es Höhlen, die Schutz vor den Unbilden des Wetters boten
und durch ihre Lage wohl auch leicht zu verteidigen waren. Die
letzten Reste solch einer Höhle kann man noch an der Außenwand
des "Camdag Tüneli" finden. Das ist der erste der
beiden Tunnels auf der Strecke Kemer-Antalya, gleich hinter der
letzten Zufahrt nach Beldibi. Zu Fuß geht man direkt hinter der
Betonabsperrung der Straße entlang bis fast zum Tunneleingang und dann
ein paar Meter hinunter bis man an eine Art Zaunkäfig gelangt.
Zu sehen gibt es allerdings kaum noch etwas, nur eine Feldwand
mit etwas Grafitti drauf, wenn man es nicht weiß, kommt man
nicht auf die Idee, dass diese Felszeichnungen die letzten sichtbaren
Spuren von Bewohnern sind, die vor bis zu 50.000
Jahren hier in einer Höhle am Meer gelebt haben. Die Höhle ist
inzwischen eingestürzt, Wind und Wetter werden bald auch den
letzten Rest verschwinden lassen. Laut einer Tafel am Zaun wurden in der
Höhle (damals war anscheinend noch mehr vorhanden) von 1960-66
Ausgrabungen gemacht und sechs verschiedene Schichten
menschlicher Besiedlung gefunden. Die Eisenoxid-Zeichnungen
sollen Menschen und Bergziegen darstellen, außerdem fand man
kleine Schneidwerkzeuge.
Unterhalb der Höhle liegt ein fast menschenleerer Strandabschnitt mit feinem Sand
an der Bergseite und dem üblichen Kies direkt am Meer. Einige
große, ins Meer gestürzte Felsbrocken bieten eine malerische
Kulisse zum Sonnenbaden.
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