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 Tagestour nach Adrasan und weiter

Dieser Ort hat es uns, wie unzählige andere auch, besonders angetan. Eine Badebucht mit lieblichem Flair und dem besonderen Reiz der türkischen Riviera, die immer einen Tagesausflug wert ist. Wer im Urlaub statt Touristenrummel lieber absolute Ruhe genießen möchte, kann in Adrasan verschiedene kleinere Hotels und Pensionen direkt buchen. Von größeren Reiseveranstaltern wird der Ort nicht angeboten.

Die Bucht von Adrasan ist bis in den Mai hinein ein fast menschenleeres Fleckchen an der malerischen Küste südlich von Kemer. Hier gibt es keine großen Hotels und der Strand ist für alle Besucher frei zugänglich. So tummeln sich hier von Juni bis September zahlreiche einheimische und ausländische Badegäste, die einen feinen Sandstrand genießen können. Ein idealer Ferienort, besonders Familien mit kleinen Kindern zu empfehlen. Das Meer in der Bucht fällt sanft ab und ist schon vor dem eigentlichen Saisonstart angenehm warm.

 

Mit dem Mietwagen fährt man die Fernstraße D-400 etwa 30 km nach Süden in Richtung Kumluca und biegt dann an der Abfahrt nach Olympos und Cavusköy (Adrasan) ab. Die Straße schlängelt sich in vielen Kurven durch ein wildes Vorgebirge bergab in Richtung Küste. An den Abzweigungen unterwegs hat man sich immer links zu halten. Im Oktober 2007 wurde die Straße von der D-400 bis zum Abzweig Olympos verbreitert und erhielt eine neue Splitt-Teerdecke. Wir waren mal wieder fast Erstbenutzer (die Walze wurde gerade auf den Tieflader gefahren) und hoffen, dass der überschüssige Splitt mit der Zeit noch festgefahren wird. Etwa 10 km hinter dem Abzweig Olympos (antike Stadt und Baumhauspensionen) gelangt man in die Kleinstadt Cavusköy. Hier muss man vor dem goldenen Atatürk-Denkmal scharf nach links abbiegen. Es sind extra Pfeile auf die Straße gemalt, die den Weg in Richtung Strand weisen sollen, aber die verblassen so langsam.

Wenn man schließlich den Ort durchquert hat, kann man rechts oder links an der Bucht entlang fahren, sich ein schattiges Plätzchen zum Parken suchen und auf den Marsch an den Strand machen. Badeschuhe sind hier ebenfalls empfohlen, es gibt zwar kaum Steine, aber der feine Sand wird sehr heiß, nur mit "Klapperlatschen" ist das schon unangenehm. Am Strand kann man Liegen und Sonnenschirme mieten - ca. 5 YTL für zwei Liegen und einen Schirm. Außerdem gibt es einen Tret- und Paddelbootverleih, da kann man dann gemütlich die Bucht erkunden. Hinter jeder Ecke erwarten Sie neue Eindrücke. Sonnenschutz nicht vergessen!

Am Ufer befinden sich etliche Restaurants. Da wir auf dem Rückweg stets die Einkehr in einem der vielen Forellenhöfe (Ulupinar) bevorzugen, können wir hier keine Empfehlung geben. Halt mal testen, ansonsten sind "Selbstversorger" immer gut beraten.

Man kann in Cavusköy statt links zum Strand hin abzubiegen auch geradeaus weiter fahren und erreicht schließlich die kleine Bucht von Karaöz. Inzwischen ist der Ort mit Ferienwohnanlagen sowie Gewächshäusern ziemlich zugebaut und der Strand nicht sehr empfehlenswert. Aber kurz vor dem Ufer zweigt eine Straße nach rechts ab, die den Touristen über bewaldete Hänge, am steil abfallenden Ufer entlang, zu verschiedenen kleinen Buchten führt. Immer wieder gibt es von der hoch oben verlaufenden Straße fantastische Ausblicke auf wunderschöne Buchten und Küstenabschnitte. Alles noch sehr ursprünglich und verschont vom Massentourismus, keine Strandbar mit lauten Musikboxen weit und breit!

Immer an der Steilküste entlang führt uns diese Strecke bis in die Vororte von Kumluca. An einem Strandabschnitt entdeckten wir sogar noch die alten Pfahlhäuser, die eine ganz ursprüngliche Art der Einheimischen darstellen, mit der Familie Urlaub an der Mittelmeerküste zu machen. Man zog im Sommer mit Sack und Pack in diese Häuser direkt am Strand und lebte dann 2-3 Monate dort. Heute bieten diese Ferienhäuschen ohne Strom und Wasseranschluss nicht mehr den gewünschten Komfort.

Auf der D-400 geht es schließlich wieder zurück in Richtung Kemer. Achten Sie darauf, dass auf der gut ausgebauten Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 90 km/h gilt, ansonsten kann der Ausflug teurer als geplant werden. Die Verkehrspolizei von Kumluca ist eifrig dabei, auch etwas am Tourismus zu verdienen.