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An der nördlichen Seite von Göynük mündet ein Fluss ins Meer, der aber im Sommer regelmäßig austrocknet. An diesem Fluss entlang verläuft im unteren Bereich ein Wanderweg, teilweise auch mit dem Auto befahrbar, der an der Brücke zwischen Beldibi und Göynük beginnt, einige Kilometer durchs Tal führt und schließlich im Göynük Canyon endet. Ali, der Besitzer von "Alis Garten Cafe", hat diesen Weg ausgeschildert und auch einige Brücken und Stege gebaut, um den Touristen den Weg zu erschließen. Wer auf seinem Weg an Alis-Cafe vorbeikommt, sollte unbedingt mal reinschauen und sich die Sammlung seiner Flaschenkürbisse anschauen. Die wachsen hier nämlich in ganz eigentümlichen Formen. 

Die Flut im Dezember 2003 hat allerdings weite Strecken des gebahnten Weges wieder ins Meer gespült. Stellenweise muss man durchs Wasser waten, also unbedingt wasserfeste Badeschuhe mitnehmen. Auf gar keinen Fall sollte man allerdings versuchen alleine und ohne Bergsteigerausrüstung höher in die Schlucht hinauf zu klettern oder gar einen Weg vom Berg (bei Ovacik) hinunter ins Tal zu finden. Die Flut war im oberen Teil verheerend und die Wanderkarten sind veraltet, der alte Weg existiert heute nicht mehr. Der Wegweiser "Göynuk Yaylasi" verweist auf die Alm von Göynük und nicht auf den Ort im Tal.

In Sommer 2005 sind drei Menschen bei dem Versuch ohne alpine Ausrüstung, Seile und Sicherung, durch die Schlucht zu klettern, abgestürzt und zu Tode gekommen. Ende Juni war es ein einzelner Bergsteiger aus der Nähe von Dresden, der nach dem Besteigen des Tahtali auch noch die Göynük Schlucht ganz alleine bewältigen wollte - seine Leiche konnte in dem unwegsamen Gelände erst nach 10 Tagen gefunden werden. Ende August 2005 ist ein junger Deutscher, der mit Freunden unterwegs war, abgerutscht und mit dem Kopf auf einen Felsen geprallt - er war sofort tot. Nur vier Wochen später musste wieder eine Rettungsmannschaft aufgestellt werden, um nach einem belgischen Touristen zu suchen. Auch er konnte nach mehreren Tagen leider nur noch tot geborgen werden.

Die Rettungstrupps treffen unterwegs immer wieder Touristen, die in Shorts und Badelatschen auf dem Weg in die Berge sind. Es kursieren auch immer noch fotokopierte Karten von angeblichen Wanderwegen durchs Gebirge. Diese "Wanderwege" gibt es nicht mehr, den alten Karten zu folgen ist leichtsinnig! Die Gefährlichkeit des Gebirges wird oft unterschätzt, man sollte sich unbedingt an gebahnte Wege halten und niemals alleine losziehen. Die Wege sind sehr steinig und es kommt nach jedem Regenfall zu größeren oder kleineren Bergrutschen. Steine können sich jederzeit aus dem Hang lösen und auf die Wanderer fallen. Festes Schuhwerk, ein Handy oder wenigstens eine Trillerpfeife im Gepäck können Schlimmeres verhüten.