www.Kemer-TR.Info - Informationen zur Ferienregion Kemer - Antalya-Türkei

Gut Essen in Kemer

Wer ein Hotel mit all-inclusive Programm gebucht hat, der braucht sich um sein leibliches Wohl eigentlich nicht zu sorgen. Üppige Büffets verführen dazu alle Diät Ratschläge in den Wind zu schlagen, die Waage droht nur daheim. Es soll zwar immer noch unverbesserliche Meckerer geben, die in den reichhaltigen Angeboten das Schweinefleisch vermissen, aber dafür machen sie ja in der Türkei - einem islamischen Land - Urlaub.

Seitdem allerdings so viele Hotels "all-inclusive" anbieten, hat ein großes Restaurantsterben in Kemer eingesetzt. Gab es früher an jeder Ecke mehrere Lokale der verschiedensten Güte- und Preisklassen, so sind es heute nur noch relativ wenige und die müssen auch oft ums Überleben kämpfen. Gute Köche werden ihnen von den personalhungrigen Hotels abgeworben, darunter leidet natürlich auch die Qualität der Speisen. Wenn man mal ein Restaurant findet, dass nicht nur Grillgerichte auf der Speisekarte hat, kann man sich glücklich schätzen.

Die Einheimischen schätzen für die kleine Mahlzeit zwischendurch die Kebab- und Pidehäuser, zu finden unter anderem in der Verlängerung der Hafenstraße stadtauswärts Tadim-Börek oder recht abseits aber von bester Qualität in Aslanbucak, das Doga-Pide, inzwischen sogar zweimal vertreten.

Überrascht wird der "Türkei-Kenner", der seine bisherigen  Erfahrungen beim Döner-Stand um die Ecke in Köln oder Berlin gesammelt hat und nun im angeblichen Heimatland des bekannten Drehspießes einen "Döner mit Alles" bestellen will. Statt eines Viertel Fladenbrot gefüllt mit Salat, Soße und Fleisch, bekommt er eine Mahlzeit auf einem Teller serviert und dazu Messer und Gabel. Unter einem Berg Dönerfleisch liegt ein dünnes Brot (Pide) an der einen Seite ein gemischter Salat und auf der anderen Seite etwas rötliches, dass ein wenig wie dicker Reis aussieht aber tatsächlich in Tomatensoße gekochte Weizengrütze (Bulgur) ist. Schmeckt auch lecker - den "Döner mit Alles" jedoch, den gibt es nur in Deutschland.

Obwohl Kemer direkt am Meer liegt, ist Fisch relativ teuer und gute Fischrestaurants rar. Ein Genuss ist es immer wieder einen Ausflug nach Ulupinar zu machen und dort in einem der Forellenhöfe einzukehren. Nicht unbedingt, weil die Fischgerichte so super gut sind, frische Forelle gegrillt oder gebraten, sondern weil die Lage der Restaurants, im Schatten unter alten Bäumen oder sogar halb in den Fluss gebaut, etwas Besonderes sind. Die kühle und überaus erfrischende Umgebung ist gerade für Europäer ein wahrer Segen, wenn sie erst mal ein paar Tage bei über 40 Grad im Schatten abgeschwitzt haben.

Den Fisch auf dem Foto rechts haben wir allerdings nicht in Ulupinar, sondern auf dem Markt in Kemer gesehen. Sieht der nicht reizend aus, ob er auch schmeckt? Hier haben sich einige Fischhändler mit festen Ständen etabliert, wo wir immer gerne für die eigene Küche einkaufen. Haifisch in Dillsoße schmeckt auch lecker, allerdings kaufen wir lieber die kleineren Exemplare.

Beim Kauf von Lebensmitteln in den kleinen "Tante Emma Läden" ebenso wie in den großen Supermärkten muss man unbedingt auf das Herstellungsdatum (Üretim Tarihi, kurz ÜRT) und das Verfallsdatum (Son Kullanma Tarihi, kurz SKT) achten. Für einige Lebensmittel, wie z. B Butter, ist eine extrem lange Haltbarkeit von 6 Monaten angegeben. Bis dahin ist die Butter aber ranzig. Von den Geschäften wird die Haltbarkeit kaum kontrolliert, und so kann man häufig überlagerte Waren finden.