www.kemer-tr.info: Der aktuelle online Reiseführer für Kemer und Umgebung -Der online Reiseführer für Kemer und Umgebung mit wertvollen Informationen für Reisende, illustriert durch zahlreiche Bilder. Hier können Sie Ihren türkischen Urlaubsort KEMER schon vor der Abreise etwas kennen lernen. Hier erfahren Sie alles über Kemer, Beldibi, Göynük, Kiris, Kuzdere, Camyuva, Tekirova, Cirali, Olympos und die beeindruckende Bergwelt des westlichen Taurusgebirges.  

Alles rund um das liebe Geld

Es wird gesagt in Kemer macht man Urlaub im Paradies, vielleicht nicht ganz zufällig ist das türkische Wort für Geld "Para" und man braucht hier schon etwas "Para" für dies und das. Selbst das freundliche Willkommen (Hosgeldiniz), das einem auf Türkisch überall entgegen gebracht wird, schreiben viele im Tourismusbereich wohl eher "Hos-GELD-iniz".

 

Obwohl viele Touristen es immer noch nicht wahrhaben wollen, es gibt in der Türkei eine eigene Währung und wir raten jedem, Geld zu tauschen, um besonders kleinere Beträge passend in der Landeswährung bezahlen zu können. Seit dem 1. Januar 2009 heißt die Währung wieder "Türkische Lira", das "Yeni" (= "Neue", eingeführt nach der Streichung von sechs Nullen) wurde aus dem Namen gestrichen. Die alten Münzen und Scheine mit der Aufschrift "Yeni" werden seit 2010 nur noch von der türkischen Zentralbank eingelöst.

 

Die Zeiten, wo man mit einem Euro Millionär war sind nun lange vorbei. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist die Million aber immer noch üblich.

 

Was bei der Mark der Pfennig war oder beim Euro der Cent ist, heißt bei der Lira Kurus (sprich Kurusch). Es gibt Münzen von 1, 5, 10, 25 und 50 Kurus sowie 1 Lira Münzen. Die 1 Lira und 50 Kr Münzen ähneln den Euro Münzen. Die kleineren Münzen (1 und 5 Kurusch) werden selten verwendet, Wechselgeld wird oft gerundet.

 

Die neuen Banknoten haben die Werte von 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Lira, der 1 Lira Schein wurde abgeschafft, hier haben sich die 1 Lira Münzen durchgesetzt. Einen 100 Lira Schein haben wir immer noch kaum gesehen, ist es doch oft schon schwierig genug, einen 50er gewechselt zu kriegen. Der 50 Lira Schein ist relativ leicht mit dem 50 Euro Schein zu verwechseln. Anfang 2013 wurde ein neuer 5 Lira Schein in Umlauf gebracht, er ist blau-violett und unterscheidet sich damit besser vom 50 Lira Schein. Der alte (braune) 5 Lira Schein ist aber weiterhin gültig und auch noch im Umlauf.

 

Auf den neuen Banknoten sind nun erstmals in der Geschichte der Türkei nicht nur Portraits des Staatsgründers Atatürk, sondern auf der Rückseite sind jeweils auch Köpfe bedeutender Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft abgebildet.

Wechselkurse und Kaufkraft

 

Man kann zwar in Touristen-Orten fast überall auch mit Euro oder Dollar bezahlen, muss dann aber mit einem deutlich schlechteren Kurs als bei Banken oder Wechselstuben rechnen. Da die Banken keine Münzen eintauschen, ist der Kurs besonders bei Kleinbeträgen, die in Hartgeld bezahlt werden eher bei 1:1 als bei gegenwärtig (Juli 2011) 1 Euro zu 2,35 Lira.

 

Man wird öfter angesprochen, ob man nicht Euro Münzen in Scheine wechseln möchte. Das ist nicht unbedingt ein Betrugsversuch, sondern fast die einzige Möglichkeit für die Leute das Kleingeld nun in Form von Banknoten bei einer Bank einzahlen zu können. Allerdings hört man in letzter Zeit öfter von gefälschten Euro-Münzen, die so in Umlauf gebracht werden. Außerdem muss man sich die Euro Stücke einzeln genau ansehen, damit einem nicht doch ein 1 Lira Stück untergejubelt wird. Also besser Finger weg von diesen Wechselgeschäften auf der Straße.

 

Wir empfehlen vor Ort Geld zu tauschen und in Restaurants, bei Busfahrten und allen Einkäufen jeweils in der Landeswährung zu bezahlen. Sie sollten Geld aber nicht bereits in Deutschland oder gleich auf dem Flughafen wechseln. Die besten Kurse für Bargeld erhalten Sie bei den Banken oder auch in den Wechselstuben. Bringen Sie 50er oder 100er Euro-Scheine (fürs Trinkgeld auch ein paar 5 Euro-Scheine oder noch besser 1 Dollar-Scheine) mit. An den meisten Geldautomaten können Sie mit der Euroscheckkarte oder gängigen Kreditkarten Bargeld in Landeswährung ziehen, an einzelnen Automaten werden auch Euro oder Dollars ausgezahlt. Beachten Sie, dass Ihre Bank für jede Auslandsabhebung Gebühren berechnet, das variiert von Bank zu Bank, kann aber bis zu 10 Euro pro Abhebung betragen. Dafür erhalten Sie bei Bargeldabhebungen am Geldautomaten den meist besseren Wechselkurs der Staatsbank, das gleicht im Vergleich zum Wechselkurs bei den Wechselstuben oft die Gebührenkosten wieder aus, hängt natürlich von dem Betrag ab, den Sie aus den Automaten ziehen.

 

Wenn Sie Geld von einem Bankautomaten abheben wollen, sollten Sie das nur während der Geschäftszeiten der Bank tun und am besten in Begleitung. Achten Sie darauf, dass niemand die Eingabe ihrer Pin-Nummer beobachten kann. Es kommt leider immer wieder vor, dass Bankautomaten durch ein Vorsatzgerät "gekidnappt" werden. Das Ding sieht aus wie ein Bankautomat und reagiert erst auch genauso, aber dann ist plötzlich ihre Karte weg und die geheime Pin-Nummer in falschen Händen. Wenn Ihre Karte aus irgendwelchen Gründen im Automaten verschwunden ist, sollte immer einer direkt am Automaten stehen bleiben und ein anderer Hilfe vom Personal der Bank holen (deshalb nur zu Geschäftszeiten benutzen!) Nehmen Sie in solchen Fällen ausnahmsweise NICHT die Hilfe freundlicher Türken an, die sich in der Nähe des Automaten aufhalten und Ihnen anbieten, die Karte schon wieder raus zu kriegen. Es könnte sich um Betrüger handeln. Deshalb auch noch mal der ganz dringende Rat: Nicht mitten in der Nacht an einer einsamen Ecke versuchen, Geld aus einem Bankautomaten zu ziehen!

 

Wer in der Türkei mit seiner EC-Karte Geld vom Automaten abheben möchte, sollte sich vor Reisebeginn bei seiner Bank informieren, ob die Karte auch für das Nicht-EU-Ausland frei geschaltet ist. Seit 1. Juli 2011 haben viele deutsche Banken das Tageslimit für Abhebungen unter anderem in der Türkei auf 0 gesetzt und schalten es nur auf Anfrage wieder frei.

 

Kreditkarten sollten Sie in der Türkei nur für wirkliche Sonderfälle benutzen und niemals aus den Augen lassen. Auch bei diesem Zahlungsmittel wird immer wieder von Betrügereien berichtet. Die Türken zahlen allerdings gerne auch Kleinbeträge im Supermarkt per Kreditkarte. Da lässt man freundlicherweise jemanden vor, der nur eine Tüte Chips und eine Dose Cola in der Hand hält und dann zückt der seine Kreditkarte und das Drama beginnt: Die erste Karte ist nicht gedeckt, für die zweite hat er die richtige Pin-Nummer vergessen und mit der dritten klappt es dann hoffentlich. Wir haben selbst fahrende Händler mit ihrem Wurstladen im Auto am Straßenrand stehen sehen, wo ein handgeschriebenes Pappschild stolz verkündete: Kauf mit Kreditkarte möglich!

 

Nachdem die hohe Inflation der 90er Jahre gestoppt wurde, stand der Wechselkurs seit 2002 bei etwa 1,60 Lira für einen Euro, mit 10% Schwankungen nach oben und unten. Im Sommer war er bezogen auf den Euro meist schlechter als in der Touristen ärmeren Winterszeit, im November 2005 betrug der Kurs 1 Euro = 1,58 YTL und stieg dann in kleinen Schritten langsam auf etwa 2,20 TL (Juli 2012). Die Preise haben sich aber weit schneller erhöht, so dass die Kaufkraft des Euro in den letzten Jahren ständig gesunken ist. Von den guten alten DM-Zeiten ganz zu schweigen. Die geringen Kurssteigerungen wiegen die Inflation nicht auf. Auch in der Türkei wurde in vielen Bereichen mit der Einführung des Euro nur die Währung, nicht aber die Zahl davor geändert. Dazu kommt eine starke Erhöhung der Tabak- und Alkoholsteuern, eine Flasche 0,5l Bier kostet im Supermarkt inzwischen 4,50 Lira, eine Flasche einfachster Wein 10-15 Lira, eine 20er Schachtel Marlboro etwa 9 TL.

 

Januar 2014: In den letzten Wochen hat der Euro gegenüber der türkischen Lira deutlich an Wert gewonnen. Statt etwa 2,50 Lira (Juli 2013) bekommt man aktuell über 3 TL für 1 Euro. Ein Grund mehr, Geld zu wechseln und in türkischer Lira zu bezahlen. Im Kopf rechnen nämlich viele weiterhin mit 1:2,5. Hier ein Link zum jeweils aktuellen Wechselkurs der türkischen Zentralbank. Die dort angegeben Zahlen können für Touristen aber nur ein Hinweis sein, da sich die Kurse auf den Umtausch größerer Beträge beziehen.

 

Die jährliche Inflation in der Türkei beträgt fast 10 %, seit 2009 stiegen besonders die Preise für Textilien, Grundnahrungsmittel, Fleisch und Energie stark an, was zu einem weiteren Inflationsschub geführt hat. Einkaufen in der Türkei ist daher teurer geworden, die Durchschnittsfamilie kann sich weniger leisten und an einen Urlaub im Ausland ist schon gar nicht zu denken. Touristen, die sich das offensichtlich leisten können, werden schnell als sehr reich angesehen und sehr reichen Leuten kann man ja ruhig etwas mehr abnehmen.

Zweierlei Preise

 

In manchen Restaurants gibt es leider verschiedene Speisekarten. In denen, die Preise in Fremdsprachen (Englisch, Deutsch, Russisch) angeben, Euro oder Dollar, sind diese oft deutlich höher als in den Karten für Einheimische, praktisch erlebt z.B. in Ulupinar. Manche Restaurants lassen auch die Währungsangabe ganz weg und berechnen den Ausländern den Lira-Preis einfach in Euro. Man sollte sich vor der Bestellung erkundigen, in welcher Währung die Preise angegeben wurden. Überhaupt sollte man immer schon vor der Bestellung nach dem Preis fragen, sonst werden für eine Tasse Cappuccino ganz schnell mal 3-4 Euro berechnet, obwohl das verwendete Fertigpulver (mit Milch und Zucker) nur 30 Kurus (10 Cent) kostet!

 

Besonders ärgerlich finde ich es, wenn in staatlichen Einrichtungen, wie an historischen Stätten, die hohen Eintrittspreise praktisch nur für die Touristen aber für alle Einheimischen ermäßigte Preise gelten. Seit dem Sommer 2008 können alle türkischen Bürger für anfangs 20 Lira inzwischen bis zu 50 Lira eine Jahreskarte für alle staatlichen Museen der Türkei erwerben, während für die Touristen die Preise auf 10-20 Lira pro Museumsbesuch vielfach verdoppelt wurden.

Einkaufen in Kemer

 

Unter der Rubrik "Einkaufen" haben wir Themen gesammelt zu allem, wo man im Urlaub so sein Geld ausgeben kann. Viel Spaß beim Stöbern!