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Reservierung und Buchung
direkt
bei Mustafa KESKIN
Tel & Fax 0090 242 818 01 03
Handy 0090 533 386 15 15
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Eine tolle Querfeldeintour kann
man mit Mustafa Keskin unternehmen. Er ist ein Nachbar von uns
und hatte schon vor Jahren die Idee alte UNIMOGS (Baujahr 1974!)
für den Personentransport herzurichten. Auch große
Reiseveranstalter z.B. TUI haben seine Touren im Angebot. Alle
Teilnehmer werden am Hotel abgeholt und abends dort auch wieder
abgeliefert. Man muss vorausschicken: wer leicht seekrank wird,
sollte lieber zu Hause bleiben. Die anderen werden ihnen jedoch
sicherlich von tollen Eindrücken berichten können.
Gestern nun war Joe mit ihm
unterwegs. Wie Mustafa seinen „lieben Leuten“ mit rollendem „R“
aber in sehr gutem Deutsch erklärt, ist es seine ganz
persönliche „Land und Leute“ Tour und es ist eine solche,
garantiert. Da wird nichts beschönigt und die sprichwörtlich
offene und herzliche Art der Einwohner wird hautnah erlebbar.
Keine verkappte Kaffeefahrt mit Einkaufsmöglichkeiten. Welch ein
angenehmer Kontrast zu den Gepflogenheiten in den
Touristenhochburgen.
Die malerisch raue Natur wird auf
der im Bergvorland gewählten Route, mit allen Sinnen auf Sie
einwirken. Ihr Verlauf ist natürlich geheim, dadurch man hat die
Gewähr weder von Jeepsafaris noch von den stinkenden Quads
behelligt zu werden. Augen und Ohren werden Sie mit
unvergesslichen Impressionen füttern und auch die
Gleichgewichtsorgane, Steißbein natürlich nicht ausgenommen,
liefern Reize, die den Damen manchen Jauchzer entlockten.
Wir sind etwa 40 km auf der
Fernstraße in Richtung Kumluca gefahren. Hier kann man hin und
wieder noch einen Blick aufs Meer erhaschen. Dann geht es
westwärts, um sich im wahrsten Sinne des Wortes seitwärts in die
Büsche zu schlagen. Es wird ein Zwischenstopp bei einem
Bauergehöft gemacht und je nach Jahreszeit darf man frisches
Obst selber pflücken. Tee wird serviert, natürlich der
traditionell schwarze. Der Hausherr will immer wissen woher man
kommt und auch für die Berufe interessiert er sich.
Durch ein romantisches Tal, das
hin und wieder mit weniger schönen Gewächshäusern gespickt ist,
(Sie wissen inzwischen aber warum es zu einem Wahrzeichen für
diese Region geworden ist, denn Mustafa hat es bereits erklärt),
brummen wir weiter. Um zu zeigen was sich darin tut wird ein
Stopp bei einer Familie eingelegt, die in einem solchen Tomaten
anbaut. Die Verkostung ist natürlich inklusive. Man kann nur
sagen, lecker!
Weiter holpern wir über für
normale Autofahrer unpassierbare Pfade, die sonst nur von den
Holzarbeitern benutzt werden, um in einem finsteren „Tann“ Halt
zu machen. Was nun folgt ist eine Art Kleintierjagd. Man erfährt
sehr viel über Skorpione. Auch hier ist Mustafa ein Meister der
Dressur und der Erzählkunst. Mehr wird nicht verraten.
Und auch die Natur hat wieder
einmal zugeschlagen, wie wir bald merken, als wir weiter
rumpeln. Der Regen hat tiefe Furchen in den Weg gewaschen und
alle müssen anpacken, um diese mit Steinen aufzufüllen. Das
kommt immer wieder vor, wird uns eilfertig versichert und
einigen wird inzwischen doch schon etwas bange, denn es geht
immer weiter und sehr nahe an tiefen Abgründen vorbei..
Unterwegs sehen wir blühende Almen
und auch die einfachen Gehöfte von Bergbauern. Aber Mustafa hat
ja vorgesorgt und so erhalten nicht nur die Kinder kleine Gaben,
seien es nun Brot oder Süßigkeiten. Seine Unimogs sind die
einzigen Fahrzeuge, die hier regelmäßig vorbeikommen und da
werden auch schon mal Einkäufe für die Bauern erledigt und
abgeliefert. Alles ist sehr natürlich und in unseren Augen denn
auch mehr als rustikal.
Nach dem Passieren unzähliger
Bachläufe, teils trocken teils mäßig gefüllt, erreichen wir
heftigst durchgerüttelt wieder die Fernstraße und wem nicht
schlecht geworden ist, dem kündigt ein knurrender Magen die
nächste Rast an. Es wird nun ein Forellenhof in Ulupinar
angesteuert. Wir werden aufs höflichste im Cinar Restaurant
begrüßt und zu sehen gibt es auch eine Menge. Jetzt wissen wir
auch, wo wir nächstes Mal einen Sivesterkarpfen bekommen können.
Es wird reichlich aufgetischt und man kann typisch türkische
Vorspeisen genießen. Die Forelle, natürlich entgrätet, wird in
einem heißen Steintopf serviert und mit einer speziellen Soße
gewürzt. Darauf weist Mustafa mit stolz geschwellter Brust ganz
besonders hin, hat er diese doch selber erfunden und auch noch
selbst zubereitet. Es ist ein wahres Festmahl. Für den die
Forelle verschmähenden Teil der Truppe, welch armselige
Gourmets, gibt es Hühnerspieße vom Grill.
Zurück auf die Fernstraße und
durch Camyuva hindurch folgt der letzte Teil der Tour. Die
Ersten sind inzwischen sanft entschlummert, was wohl auch der
glatten Straße und dem sonoren Knattern des Motors zu verdanken
ist. Sie werden jäh aus ihren Träumen gerissen als es wieder
steil bergauf geht. Das letzte Highlight wartet auf dem
Wahrzeichen von Kemer, der hohen Klippe auf der man die
Funktürme sieht. Wer tagsüber angekommen ist, konnte diese schon
von Antalya aus erkennen. Leider ist die Sicht eingetrübt und so
sind weder Antalya noch die Berge dahinter zu erkennen, bei
klarem Wetter ist die Sicht von hier oben einfach grandios.
Kemer und die angrenzenden Orte lassen sich aber gut beobachten
und der steil abfallende Hang verschlägt einigen den Atem.
Dann geht es abwärts und zurück zu
den Hotels. Es war für alle ein beeindruckendes Erlebnis und
noch ein kleines „Trinkgeld“ wert. Auch Joe kam, halb benommen
und erstaunlicherweise auch immer noch satt, wieder zu Hause an
und benötigte neben meinen vielen Fragen erstmal eine
beruhigende Stärkung.
Er war tief beeindruckt von den
fahrerischen Leistungen der Crew und als gelernter
Motorenschlosser noch mehr von der Ausdauer der doch schon etwas
betagten UNIMOG’s, die unter mächtigen Motorengeheul und
rasselnder Kupplung bis aufs Blut, gemeint ist natürlich das
kochende Öl, gepeinigt, ohne Versagen über schier unpassierbare
Wege getrieben wurden. Mercedes könnte eigentlich wegen beider
Leistungen mächtig stolz sein und sollte vielleicht mal ein paar
Ersatzteile sponsern!
Fazit: Ein Erlebnis der besonderen
Art!
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